Das umfassende KI-Software-Verzeichnis. Neutral. Aktuell. Jetzt kostenlose Erstberatung anfragen →
⚡ Automatisierung ✓ Stand 2026

Automatisierung mit Make oder Alternativen

Wiederkehrende Aufgaben laufen lassen, statt sie von Hand zu erledigen: Make (früher Integromat) verbindet Apps per No-Code zu automatischen Abläufen. Doch ist Make immer die richtige Wahl? Dieser Ratgeber zeigt, wie Make funktioniert – und wann Zapier, n8n oder Microsoft Power Automate die bessere Alternative sind.

7'
★★★★★
Min. Lesezeit · Ratgeber
No-Code Workflows DSGVO und EU Preis-Leistung
Überblick

Automatisierung: weniger Handarbeit, mehr Wirkung

Automatisierung bedeutet, wiederkehrende digitale Aufgaben von einer Software erledigen zu lassen, statt sie jedes Mal von Hand zu machen. Ein neuer Lead aus dem Kontaktformular landet automatisch im CRM, eine eingehende Rechnung wird im richtigen Ordner abgelegt, ein veröffentlichter Beitrag erzeugt automatisch einen Social-Media-Entwurf. Genau dafür gibt es Automatisierungsplattformen – und Make (früher Integromat) ist eine der bekanntesten.

Make ist eine visuelle No-Code-Plattform: In einem Editor zieht man Apps als Bausteine auf eine Fläche, verbindet sie mit Linien und legt fest, was bei welchem Auslöser passieren soll. Das Ergebnis ist ein „Szenario", das im Hintergrund automatisch läuft. Make ist mächtig, günstig und visuell sehr anschaulich – aber je nach Anforderung kann eine Alternative besser passen.

Dieser Ratgeber ordnet Make ein und vergleicht es mit den drei wichtigsten Alternativen: Zapier (am einfachsten), n8n (Open Source, self-hostbar) und Microsoft Power Automate (Microsoft-365-Umfeld). Am Ende wissen Sie, wann Make die richtige Wahl ist – und wann nicht.

SM
Autor · Verifiziert
Stephan Michalik
Gründer und Geschäftsführer, Grünberg.Digital. GmbH · KI-Radar.tech

Stephan Michalik beschäftigt sich seit 2020 intensiv mit dem Einsatz von KI-Tools in Unternehmen und digitalen Prozessen. Als Gründer von KI-Radar.tech – Deutschlands umfassendem KI-Software-Verzeichnis – analysiert er täglich die Entwicklungen rund um Automatisierung, No-Code-Plattformen und Workflow-Tools für deutschsprachige Unternehmen und Teams.

Abschnitt 1

Make und die drei wichtigsten Alternativen

Vier Plattformen dominieren die No-Code-Automatisierung. Diese Übersicht zeigt die entscheidenden Unterschiede auf einen Blick. (Funktionen und Kataloggrößen: Stand Juni 2026, ohne Gewähr.)

Kriterium ⚙️ Make ⚡ Zapier 🔌 n8n 🔄 Power Automate
🖱️Bedienung
Visueller Editor, No-Code, mittlere Lernkurve Am einfachsten, lineare Zaps Node-Editor, technischer M365-nah, teils komplex
💶Preismodell
Pro Operation – günstig bei vielen Schritten Pro Task – teuer bei vielen Schritten Pro Execution / self-hosted gratis Pro Nutzer oder pro Flow
🧩Integrationen
1.000+ plus HTTP 8.000+ (größter Katalog) 400+ plus offene API-Nodes Stark im Microsoft-Umfeld
🧠Komplexe Workflows
Sehr gut (Router, Filter, Funktionen) Eingeschränkt, eher linear Sehr gut, volle Kontrolle Gut, inkl. Desktop-RPA
🛡️DSGVO / Self-Hosting
EU-Datenregion verfügbar US-basiert, genau prüfen Self-hostbar – volle Datenhoheit EU-Optionen über Microsoft
🎯Ideal für
KMU, anspruchsvolle Workflows, Preis-Leistung Einsteiger, schnelle Verbindungen Entwickler, Datenschutz, hohes Volumen Microsoft-365-Organisationen
Kostenvergleich

Make oder Zapier: der Kostenunterschied

Der größte Unterschied liegt im Abrechnungsmodell. Make zählt je Operation, Zapier je Task (also je Einzelschritt). Bei einfachen Abläufen fällt das kaum ins Gewicht – bei mehrstufigen Workflows wird Make jedoch deutlich günstiger, oft um den Faktor 3 bis 5.

Relative Monatskosten bei steigender Schrittzahl je Durchlauf
Schematische Darstellung (indexiert) – je mehr Schritte ein Workflow hat, desto stärker steigt die Task-Abrechnung von Zapier
0 25 50 75 100 2 Schritte 4 6 8 10 12 3–5× Unterschied Zapier (Abrechnung pro Task – jeder Schritt zählt) Make (Abrechnung pro Operation – günstiger bei vielen Schritten)
3–5×
günstiger als Zapier
bei mehrstufigen Workflows (Abrechnung pro Operation)
1.000+
App-Integrationen
plus HTTP-Baustein für beliebige weitere Schnittstellen
ab ~10 $
Core-Tarif pro Monat
für rund 10.000 Operationen (Stand Juni 2026)
Abschnitt 2

Was Make stark macht

Make ist für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen ein hervorragender Startpunkt: leistungsfähig genug für anspruchsvolle Workflows, aber zugänglich genug für Nicht-Techniker. Diese vier Eigenschaften machen den Unterschied.

🧩
Visueller No-Code-Editor
In Make zieht man Apps als Bausteine auf eine Fläche und verbindet sie mit Linien. Router, Filter und Datenfunktionen bilden auch komplexere Logik ab – ohne eine Zeile Code. So sieht man jedes Szenario auf einen Blick und versteht sofort, was bei welchem Auslöser passiert. Das senkt die Einstiegshürde gegenüber rein technischen Tools spürbar.
💶
Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Make rechnet je Operation ab – also je Aktion, die ein Szenario ausführt. Dadurch ist es bei mehrstufigen Abläufen oft drei- bis fünfmal günstiger als Zapier, das jeden Schritt einzeln als Task berechnet. Gerade bei wachsendem Volumen macht das den entscheidenden Unterschied auf der Rechnung.
🔌
Über 1.000 Integrationen plus HTTP
Make bringt mehr als tausend fertige App-Anbindungen mit. Für alles, wofür es keinen fertigen Konnektor gibt, lässt sich über den HTTP-Baustein praktisch jede API anbinden. Damit deckt Make sowohl gängige Business-Apps als auch spezielle oder selbst entwickelte Schnittstellen ab.
🛡️
EU-Datenregion und KI-Bausteine
Make bietet eine EU-Datenregion, was die Nutzung im europäischen Geschäftsumfeld erleichtert. Über KI-Module lassen sich OpenAI, Claude und Co. direkt einbinden – etwa um Texte zu erzeugen, zusammenzufassen oder zu klassifizieren. Automatisierung und KI greifen so nahtlos ineinander.
💡
Praxisbeispiel: ein Szenario statt täglicher Handarbeit
Ein neuer Beitrag wird veröffentlicht → Make liest die Inhalte → erzeugt per KI einen Social-Media-Text → legt Text und Bild in Google Drive ab → trägt den Post in ein Google Sheet als Redaktionsplan ein. Was sonst täglich Handarbeit wäre, läuft als ein einziges Szenario automatisch im Hintergrund. Genau solche Ketten sind Makes Stärke – und ein guter Einstieg, um Datenquellen wie Google Sheets oder Airtable sinnvoll anzubinden.
Abschnitt 3

Preise im Überblick

Make startet kostenlos und skaliert günstig. Hier die wichtigsten Make-Tarife – und wie sich die Alternativen preislich einordnen. Alle Angaben Stand Juni 2026, ohne Gewähr – vor dem Kauf am Anbieter prüfen.

Make · Free
0 € / Monat
Zum Ausprobieren und für kleine, einfache Automatisierungen – ohne Kreditkarte startklar.
  • Rund 1.000 Operationen pro Monat
  • Begrenzte Anzahl aktiver Szenarien
  • Voller visueller Editor
Ideal zum Kennenlernen
Die Alternativen im Preisvergleich
Zapier · n8n · Power Automate
Make ist bei mehrstufigen Workflows meist am günstigsten. So ordnen sich die Alternativen ein:
  • Zapier: kostenloser Einstieg, bei vielen Tasks aber schnell teuer (Pro ab ca. 30 $/Mon.)
  • n8n: self-gehostet praktisch kostenlos, Cloud ab rund 24 €/Mon.
  • Power Automate: ca. 15 $/Nutzer·Mon., teils bereits in Microsoft 365 enthalten
Stand Juni 2026 – Preise vor dem Kauf am Anbieter prüfen
Abschnitt 4

Erstes Make-Szenario in 6 Schritten

So bauen Sie Ihre erste Automatisierung – ohne Code, in unter einer Stunde. Das Prinzip lässt sich anschließend auf nahezu jeden wiederkehrenden Ablauf übertragen.

1
Kostenloses Make-Konto anlegen
Registrieren Sie sich für den Free-Tarif – ohne Kreditkarte. Wählen Sie dabei die EU-Datenregion, wenn Sie personenbezogene Daten verarbeiten. So starten Sie DSGVO-freundlich.
2
Anwendungsfall festlegen
Wählen Sie einen klaren, wiederkehrenden Ablauf, etwa „neuer Formulareintrag → Zeile in Google Sheets". Je konkreter der erste Use Case, desto schneller das Erfolgserlebnis. Komplexe Ketten kommen später.
3
Auslöser (Trigger) definieren
Setzen Sie das erste Modul – den Auslöser, der das Szenario startet, zum Beispiel ein neuer Eintrag in einem Formular oder eine eingehende E-Mail. Verbinden Sie dafür die jeweilige App per OAuth mit Make.
4
Aktionen und Logik ergänzen
Fügen Sie weitere Module für die Aktionen hinzu und verbinden Sie sie. Mit Filtern steuern Sie, wann ein Schritt ausgeführt wird, mit Routern teilen Sie den Ablauf in mehrere Pfade. So entsteht auch komplexere Logik – ganz ohne Code.
5
Testen und Felder zuordnen
Führen Sie das Szenario einmal manuell aus. Make zeigt für jedes Modul die tatsächlichen Daten. Prüfen Sie das Feld-Mapping, korrigieren Sie Zuordnungen und stellen Sie sicher, dass die Werte an der richtigen Stelle landen.
6
Aktivieren und Intervall planen
Schalten Sie das Szenario aktiv und legen Sie das Ausführungs-Intervall fest (etwa alle 15 Minuten oder sofort beim Auslöser). Behalten Sie den Operationsverbrauch im Blick, um im passenden Tarif zu bleiben. Fertig ist die erste laufende Automatisierung.
Häufige Fragen

FAQ: Make und Alternativen – die wichtigsten Antworten

Was ist Make und wofür nutzt man es?
Make (früher Integromat) ist eine visuelle No-Code-Plattform zur Automatisierung. In einem Szenario-Editor verbindet man Apps und Dienste zu automatischen Abläufen – etwa neue Formulareinträge nach Google Sheets schreiben, Rechnungen ablegen oder Social-Media-Posts planen, ganz ohne Programmierung.
Was ist günstiger, Make oder Zapier?
In der Regel Make. Make rechnet je Operation ab und ist bei mehrstufigen Abläufen oft drei- bis fünfmal günstiger als das task-basierte Zapier. Der Make-Core-Tarif beginnt bei rund 10 bis 12 US-Dollar pro Monat. Stand Juni 2026.
Welche Make-Alternativen gibt es?
Die wichtigsten sind Zapier (am einfachsten, größter App-Katalog), n8n (Open Source, self-hostbar, DSGVO-stark) und Microsoft Power Automate (ideal im Microsoft-365-Umfeld inklusive Desktop-RPA). Eine tiefere Gegenüberstellung finden Sie im Vergleich n8n vs. Zapier.
Welche Automatisierung ist am DSGVO-freundlichsten?
n8n, weil es self-hostbar ist und Daten so im eigenen Netzwerk bleiben. Make bietet eine EU-Datenregion und ist damit ebenfalls gut geeignet. Zapier ist US-basiert und sollte bei sensiblen Daten genau geprüft werden.
Brauche ich Programmierkenntnisse für Make?
Nein. Make ist No-Code und über einen visuellen Editor bedienbar. Für komplexe Datenlogik helfen Funktionen und Filter, programmieren muss man aber nicht. Wer mehr Kontrolle und Self-Hosting will, greift zu n8n.
Fazit der Redaktion
Make als Allrounder, Alternativen für Sonderfälle.

Make ist 2026 für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen die beste Mischung aus Leistung, Preis und Bedienbarkeit – besonders bei mehrstufigen Workflows und EU-Datenschutz. Der visuelle No-Code-Editor und die Abrechnung pro Operation machen es zur soliden Standardwahl, sobald Automatisierung über einfache Ein-Schritt-Verknüpfungen hinausgeht.

Die ehrliche Empfehlung: mit Make starten – und nur wechseln, wenn ein konkreter Sonderfall eine Alternative klar besser macht. Zapier für maximale Einfachheit und Katalogbreite, n8n für Self-Hosting und Datenhoheit, Power Automate im Microsoft-365-Umfeld. Vertiefen können Sie das im Vergleich n8n vs. Zapier.

Stand: Juni 2026 · Ratgeber
⚙️
7 Min.
Ideal für
🏢 KMU 🧑‍💻 No-Code-Teams 📈 Marketing und Ops 🙋 Selbstständige